Über uns

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Die gallo-römische Siedlung „Vicus Ricciacus“ beim heutigen Dalheim lag an der bedeutenden Fernstrasse vom Mittelmeer zum Rhein über Lyon (Lugdunum), Metz (Divodurum Mediomatricorum), Trier (Colonia Augusta Treverorum), nach Mainz (Mogontiacum) oder Köln (Colonia Agrippinensium). Sie wurde an Stelle einer treverischen Vorgängersiedlung in den Jahren 18/17 v. Chr. durch Marcus Vipsanius Agrippa als Raststation und Etappenort eingerichtet. In den Jahren 70/71 n. Chr. wurde das Siedlungsareal neu aufgeteilt und die Holzbauten durch Steinbauten ersetzt.

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 Durch die ersten Luftaufnahmen vom Gelände des Vicus im Jahre 1976 wurde die Ausdehnung und die strukturelle Wichtigkeit dieses römischen Areals offensichtlich. Es wurde klar, dass es sich hier nicht nur um eine Händlersiedlung an einer wichtigen Verkehrsader handelt, wie ursprünglich angenommen, sondern um eine wirkliche Stadt mit Straßensystem, mehreren Tempeln und Thermen. Diese Erkenntnis führte zum ersten großangelegten Grabungsunternehmen in Dalheim ab dem Jahre 1977. Der absolute Höhepunkt der rezenten archäologischen Errungenschaften war die Entdeckung eines Theaters mit einem Fassungsvermögen von 3.500 bis 4.000 Zuschauern im Jahre 1985.

 

Die Einwohner der Gemeinde Dalheim zeigten von Anbeginn reges Interesse an dem archäologischen Geschehen. So wurde auf Anregung des damaligen Kulturministers Robert Krieps (ein gebürtiger Dalheimer) und des amtierenden Bürgermeisters Robert Wiget, die Vereinigung „RICCIACUS FRËNN“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel die Bürger in das Geschehen einzubinden, und somit dem Projekt durch Einbezug aller Parteien und Interessenten den besten Erfolg zu sichern.

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Seit der Gründung waren wir stets bemüht, aktiv beim Erschließen unseres römischen Erbes mitzuwirken, sei es als Vermittler bei Ministerien, Erwerb von Grundstücken zur Erweiterung von Grabungsstätten, oder sogar die finanzielle Unterstützung von Grabungsarbeiten. Besonders wichtig aber ist uns die bürgernahe Information, sowie die Teilnahme eines jeden Interessierten am kulturellen Patrimonium. Archäologie sollte nicht eine Sache von wenigen Spezialisten sein, sondern Archäologie sollte jedem zugänglich sein, der an der römischen Kultur interessiert ist.

So haben wir über die Jahre sämtliche archäologischen Errungenschaften begleitet, wie die Vicus Ausgrabungen der Jahre 1977 bis 1986, die Gräberentdeckungen im Jahre 1982, die Erschließung der Fundstätte des römischen Theaters seit seiner Entdeckung im Jahre 1985, die Tempelausgrabung von 1986 bis 1998, und schließlich die Theaterausgrabung von 1999 bis 2003.

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Wir sind stolz heute 420 Mitglieder zu zählen, und unsere Verbindungen im archäologischen Freundeskreis reichen weit über die luxemburger Landesgrenzen hinaus.

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